Die Sommerferienbetreuung bringt eigene Herausforderungen: Wechselnde Gruppen, Kinder die sich nicht kennen, Erzieher in Vertretungsrolle und oft weniger Personal. Gleichzeitig bietet sie die Chance, entspannter und spielerischer zu sein als im regulären Kita-Alltag.
Kennenlernen am ersten Tag
Wenn Kinder sich nicht kennen, braucht es Kennenlernspiele: Namenskreis mit Ball, Steckbriefe der Kinder an einer Pinnwand, ein gemeinsames Gruppenname wählen. Schon am ersten Tag ein gemeinsames kleines Projekt starten – ein Wandbild, eine Schatzsuche – gibt der Gruppe einen gemeinsamen Fokus und schafft schnell Wir-Gefühl.
Programm für die Sommerwoche
Plane Aktivitäten, die nicht zu viel Vorbereitung brauchen, aber Höhepunkte erzeugen. Eine Olympiade mit einfachen Disziplinen (Weitwurf, Staffel, Boccia) verbindet Bewegung mit Wettkampf. Ein Sommerfest-Tag zum Ende der Woche gibt dem Ganzen Richtung. Und täglich eine kleine Schatzsuche hält die Spannung aufrecht.
Wenn die Energie fehlt
Sommerhitze zehrt an den Energiereserven – von Kindern und Erziehenden. Plane heiße Mittage bewusst ruhiger: Basteln im Schatten, Hörbücher auf der Decke, coole Wasserexperimente. Und gesteh dir selbst zu, dass nicht jeder Tag ein Highlight sein muss. Manchmal ist ein ruhiger Tag mit freiem Spiel genau das Richtige.
Mit wechselnden Gruppen umgehen
Halte ein Set an Spielen parat, das du einmal erklärst und das dann selbstständig läuft. Tischspiele, die kleine Gruppen allein spielen können, geben dir Raum, dich um einzelne Kinder zu kümmern. Und wenn neue Kinder in die laufende Woche einsteigen, mach das Kennenlernen zum gemeinsamen Ritual – so fühlen sich auch die 'alten' Kinder als Gastgeber.